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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

Januar/Februar 2016 Nr. 1/16

THEMENÜBERSICHT:

Gastkommentar: Univ.-Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff

Center for Health Care Management and Regulation an der HHL Leipzig Graduate School of Management und
Leiter des Centrums für Krankenhaus-Management CKM, Münster

Die unter der Leitung des Verfassers durchgeführte Studie zum Thema "Arbeitsplatz Krankenhaus" bestätigte, dass die Feminisierung der Medizin die Schaffung familienfreundliche Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt Krankenhaus erfordert, wie die Bereitstellung von Kita-Plätzen, die Einführung flexibler Arbeitszeitenmodelle etc. Familienfreundlichkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind zukünftig entscheidende Kriterien bei der Auswahl eines potentiellen Arbeitgebers. (S. 1-3)

Ergebnisse der Krankenhausstatistik 2014
Die Zahl der Krankenhäuser und Betten hat sich von 1995 bis 2014 vermindert. Der rückläufige Auslastungsgrad der Betten ist trotz dynamischer Fallzahlentwicklung auf die sinkende Verweildauer zurückzuführen. Der Verweildauerrückgang führte dazu, dass das Volumen der Berechnungs- und Belegungstage trotz Leistungssteigerung abnahm bzw. stagniert. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Entwicklung wichtiger Eckdaten der Krankenhausstatistiken. (S. 4-6)

Wie sind ausländische Patienten aufzuklären?
Verständigungsprobleme erschweren die Behandlung ausländischer Patienten, da nur der informierte Patient wirksam in die Behandlung einwilligen kann. Fremdsprachliche Aufklärungsbroschüren sind empfehlenswert. Im Zweifel sollte eine sprachkundige Person hinzugezogen werden. Der Beitrag gibt praktische Hinweise. (S. 7-8)

Zur Aufklärung über die apparative Ausstattung eines Krankenhauses
Es muss nicht darüber aufgeklärt werden, dass in anderen Krankenhäusern moderne Apparate zur Verfügung stehen, wenn und soweit der Standard guter ärztlicher Behandlung gewährleistet ist und eine anderweitige Behandlung in Ansehung der konkreten Umstände des Falls nicht dringend geboten erscheinen. (S. 9)

Einkommen der Chefärzte
Die Kienbaum Management Consultants GmbH erhebt jährlich die Einkommen von Führungskräften verschiedener Branchen, auch im Krankenhausbereich. Die neue Studie für 2015 zeigt, dass die durchschnittlichen Gesamteinkünfte der Chefärzte gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert sind, nachdem sie in früheren Jahren noch leicht gestiegen waren. Der Beitrag berichtet über die aktuelle Einkommenssituation. (S. 10-11)

Aufklärung bei einem minderjährigen Kind
Ein ärztlicher Heileingriff bei einem minderjährigen Kind bedarf grundsätzlich der Zustimmung beider sorgeberechtigter Eltern. Abhängig von der Schwere des Eingriffs kann der Arzt u. U. darauf vertrauen, dass der abwesende Elternteil den erschienenen zur Einwilligung ermächtigt hat. (S. 12-13)

Wann ist die Abweichung vom medizinischen Standard zulässig?

Sachgerechtes ärztliches Vorgehen kann eine Abweichung vom Standard gebieten, wenn die konkrete Behandlungssituation aufgrund ihrer Besonderheiten eine modifizierte Strategie verlangt. Dies hat die Behandlungsseite darzulegen und zu beweisen. (S. 13)

Wettbewerbsverstoß durch Arztbewertungsportal
Wird dem Nutzer eines Arztempfehlungs- und Bewertungsportals im Internet bei der Arztsuche in der Ergebnisliste als erster Arzt nicht derjenige angezeigt, der die besten Bewertungen erhalten hat, sondern derjenige, der die kostenpflichtige Zusatzoption "Top-Platzierung" gebucht hat, ohne dass die Zahlung eines Entgelts für die Platzierung kenntlich gemacht wird, liegt eine Irreführung gemäß UWG vor. (S. 14)

Zu den Anforderungen an die therapeutische Patientenberatung
Die Pflicht zur therapeutischen Information bezweckt, durch begleitende beratende Maßnahmen zum Erfolg der medizinischen Heilbehandlung beizutragen und mögliche Selbstgefährdungen des Patienten zu vermeiden. Dies erfordert in der Regel keine eindringliche Risikodarstellung. (S. 15)

Privatliquidationsrecht des Krankenhausträgers?
Wurde dem Chefarzt kein Eigen-Liquidationsrecht für die Wahlleistungsbehandlung eingeräumt, sondern eine Beteiligung an den Liquidationserlösen des Krankenhauses, so ist der Chefarzt auch nicht passivlegitimiert, d. h. eine Honorarrückforderung gegen den Chefarzt ist ausgeschlossen. (beachte Anmerkungen) (S. 16)

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