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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

März/April 2014 Nr. 2/14

 T H E M E N Ü B E R S I C H T :

Gastkommentar: Matthias Mohrmann
Mitglied des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg


Wir haben ein gutes Gesundheitssystem, das wir jedoch weiter verbessern können und müssen. Zum einen betrifft dies den Umgang zwischen Krankenhäusern und Leistungserbringern. Zum anderen betrifft dies den Umgang mit den Patienten, insbesondere die Kommunikation mit ihnen. Häufig reichen kleine Maßnahmen, um zu großen Verbesserungen für Patienten zu kommen. Machen Sie das Thema zur Chefsache. Zufriedene Patienten werden Ihr Krankenhaus weiterempfehlen.. (S. 17-19)

Stand und Entwicklung der Landesbasisfallwerte im Jahr 2014

Im Jahr 2014 steigen die Landesbasisfallwerte im Durchschnitt voraussichtlich um rund 2,9 Prozent an. Das vereinbarte Leistungsvolumen (Casemix) wächst gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 0,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus dem für 2014 geltenden 0,8-prozentigen Versorgungszuschlag ist mit einem Zuwachs des vereinbarten DRG-Erlösvolumens von rd. 3,5 Prozent zu rechnen. Im Folgenden wird der aktuelle Stand der Landesbasisfallwerte skizziert. (S. 20-21)

Die Beweislast im Arzthaftungsprozess


Das Patientenrechtegesetz hat die Beweislastverteilung im Arzthaftungsrecht nicht verändert, insbesondere keine generelle Umkehr der Beweislast eingeführt. Es ist an der Zeit, sich noch einmal die Rechtsprechungsgrundsätze zur Beweislastverteilung vor Augen zu führen. (S. 22-23)

Die Haftung des Medizinstudenten


Das LG Bielefeld hat einen PJ-ler wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, weil er einem Säugling ein oral zu gebendes Medikament venös verabreicht hat. Auch eine zivilrechtliche Haftung ist möglich. Der vorgesetzte Arzt kann ebenfalls zur Verantwortung gezogen werden. Es gibt eine PJ-Haftpflichtversicherung. (S. 24-25)

Übertragung der Aufklärung auf Medizinstudenten im Praktischen Jahr


Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung kann einem Medizinstudenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem Ausbildungsstand entspricht. Eine Anwesenheit des Arztes ist nicht unbedingt erforderlich. (S. 25-26)

Krankenhaushaftung wegen mangelhafter Ausstattung


Ein Krankenhausträger haftet wegen eines Organisationsmangels, wenn er eine Schlagan-falleinheit (Stroke Unit) einrichtet, diese aber technisch und personell unzulänglich ausstattet. (S. 27)

Schweigepflicht bei Verdacht auf Kindesmisshandlung


Hat ein Arzt den ernstzunehmenden Verdacht einer Kindesmisshandlung, so ist die Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht gerechtfertigt. Ausreichend ist, dass ein begründeter Verdacht vorliegt, weil die festgestellten Verletzungen typischerweise durch eine Kindesmisshandlung hervorgerufen werden können. (S. 28-29)

Keine übertriebene Anforderung an Aufklärung


Wenn feststeht, dass überhaupt ein Aufklärungsgespräch stattgefunden hat, kann es ausreichend sein, wenn der Arzt belegen kann, was bei ihm ständige Praxis der Aufklärung ist und dass dies auch im vorliegenden Fall eingehalten worden ist. (S. 30)

Aufklärung: Wann haftet Arzt bei Verständnisproblemen des Patienten?


Hat der Patient eine ärztliche Aufklärung nicht verstanden, haftet der Arzt nicht, wenn er vom Patienten nicht auf die Verständigungsschwierigkeiten hingewiesen wurde, so dass der Arzt von einer ausreichenden Aufklärung ausgehen durfte. (S. 31)

Haftung wegen unterlassener Empfehlung zur Vorsorgeuntersuchung


Es ist ein grober Behandlungsfehler, wenn der Arzt nicht zu einer Vorsorgeuntersuchung rät, obwohl die Patientin in jeder Hinsicht vorbildlich und regelmäßig Vorsorgetermine wahrnimmt und es ihr deshalb ersichtlich auf die Minimierung jedweden Krebsrisikos ankommt. (S. 32)

Widerruf der Approbation wegen Falschabrechnung


Falschabrechnungen in großem Umfang gefährden die finanzielle Basis der Krankenkassen bzw. schädigen bei privatärztlicher Abrechnung das Gesundheitssystem, rechtfertigen somit den Approbationswiderruf wegen Unwürdigkeit. (S. 33)

Kündigung wegen falscher Reisekostenabrechnung

Macht ein Arbeitnehmer bei Spesenabrechnungen bewusst falsche Angaben oder nimmt er deren Unrichtigkeit billigend in Kauf, verletzt er seine vertraglichen Pflichten in erheblicher Weise. Dies kann ggfs. auch für einen einmaligen Vorfall gelten. (S. 34)

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