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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

März/April 2015 Nr. 2/15

 T H E M E N Ü B E R S I C H T :
 
Gastkommentar: Dr. Michael Philippi
Vorstandsvorsitzender der Sana Kliniken AG

 

Die Politik hat die Ökonomisierung der Qualität der Krankenhausbehandlungen als Motor für strukturelle Veränderungen entdeckt. Die Ergebnisse sollen Relevanz für die Krankenhausplanung der Bundesländer haben. Hierzu sollen Kriterien für die Bewertung guter und unzureichender Qualität dienen. Bedenklich ist jedoch, wenn die qualitätsorientierte Vergütung ihren Schwerpunkt auf die Prozess- und Strukturqualität und nicht auf die Ergebnisqualität legt. Kliniken und leitende Ärzte können sich kaum dieser Qualitätsdiskussion entziehen. (S. 23-25)

Darf Arbeitgeber nach Schwangerschaft fragen?

 
Eine Frage bei Abschluss eines Arbeitsvertrags nach einer bestehenden Schwangerschaft ist grundsätzlich unzulässig. In der Regel ist die Arbeitnehmerin nicht zur Offenbarung verpflichtet. (S. 25)

Arbeitgeberimage: Öffentliche Kliniken sind am beliebtesten

 
Eine Studie ergab, dass Krankenhäuser öffentlicher Träger das beste Image in Bezug auf Jobsicherheit und Karrierechancen haben. Dagegen gelten Jobs in privaten Kliniken als besonders unsicher. Ihnen wird auch wenig soziale Kompetenz zugeschrieben. Jedoch wird die Gehaltsperspektive an diesen Kliniken besonders gut bewertet. Dies und anderes mehr finden Sie in dem nachfolgenden Beitrag. (S. 26-28)

Stand und Entwicklung der Landesbasisfallwerte im Jahr 2015

 
Im Jahr 2015 steigen die Landesbasisfallwerte im Durchschnitt voraussichtlich um rund 2,2 Prozent an. Das vereinbarte Leistungsvolumen (Casemix) wächst gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um 1,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Entwicklung der Zusatzentgelte und der Effekte aus dem auch noch für 2015 geltenden 0,8-prozentigen Versorgungszuschlag ist mit einem Zuwachs des vereinbarten DRG-Erlösvolumens von rund 2,1 Mrd. Euro bzw. 3,3 Prozent zu rechnen. Im Folgenden wird der aktuelle Stand der Landesbasisfallwerte skizziert. (S. 29-30)

Patientenakte: Nachträgliche Änderung kennzeichnen

 
Das Patientenrechtegesetz schreibt nunmehr ausdrücklich vor, dass nachträgliche Änderungen in der Patientendokumentation kenntlich gemacht werden müssen. (S. 31-32)

Einem Chefarzt wird gekündigt, was nun?

 
Nicht immer hat die Kündigung eines Chefarztes die Beendigung seines Vertragsverhältnisses zur Folge. Zumindest kann in der Regel ein Auflösungsvertrag mit Abfindung ausgehandelt werden, insbesondere wenn der Kündigungsschutzprozess gewonnen wird, was relativ häufig der Fall ist. Wichtig ist jedoch, dass besonnen auf eine Kündigung reagiert und das Verhältnis zum Krankenhaus nicht mehr belastet wird. (S. 33-35)

Kündigung wegen falscher Reisekostenabrechnung

 
Es stellt eine erhebliche Pflichtverletzung dar, die eine Kündigung rechtfertigen kann, wenn ein Arbeitnehmer bei Spesenabrechnungen bewusst falsche Angaben macht oder deren Unrichtigkeit zumindest für möglich hält und billigend in Kauf nimmt. Das gilt auch bei einem einmaligen Vorfall und einem geringen Erstattungsbetrag. (S. 36)

Ärztliche Schweigepflicht gegenüber Krankenhaus

 
Zur Erinnerung: Die Schweigepflicht des Arztes verbietet ihm die Herausgabe von Aufzeichnungen über Patienten an die Krankenhausverwaltung. Sie ist nur insoweit zulässig, als dies zur Abrechnung mit dem Patienten oder zur tarifgerechten Bezahlung der angestellten Ärzte erforderlich ist. Auch ist die Offenbarung des Privatgeheimnisses zur Wahrnehmung eigener berechtigter Interessen zulässig. (S. 37)

Muss Krankenhaus Privatanschrift eines Arztes mitteilen?

 
Der Arbeitgeber ist nicht berechtigt, die personenbezogenen Daten seiner Arbeitnehmer an Dritte weiterzuleiten. Dies gilt auch für die Privatanschrift eines Krankenhausarztes zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen. (S. 38-39)

Aufklärung über Behandlungsalternativen

 
Auch bei Wahl einer Standardmethode muss über Behandlungsalternativen aufgeklärt werden, wenn unterschiedliche Risiken und/oder Erfolgschancen oder wesentlich unterschiedliche Belastungen eine echte Wahlmöglichkeit des Patienten begründen. (S. 39-40)

Haftung des Krankenhauses bei Eigenmacht des Patienten?
 

Sucht ein Patient eine Toilette alleine auf ohne mögliche Hilfestellung des Pflegepersonals, haftet das Krankenhaus nicht für den Sturz des Patienten. (S. 41)

Aufklärung in einer dem Patienten verständlichen Weise

Der Arzt hat die Risiken einer Behandlung im Rahmen des Aufklärungsgesprächs in einer für den Patienten verständlichen Weise darzustellen. (S. 42)

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