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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

Mai/Juni 2014 Nr. 3/14

 T H E M E N Ü B E R S I C H T :

Gastkommentar: Prof. Dr. Lothar Weißbach
Wissenschaftlicher Vorstand Stiftung Männergesundheit


Vorbeugen ist besser und kostengünstiger als heilen: so einfach wie überzeugend scheint das Prinzip der Prävention zu sein. Doch ist Prävention ein janusköpfiges Gebilde. Ihren Möglichkeiten und Erfolgen stehen Einschränkungen in der Lebensführung, schlimmstenfalls schädigende Folgen gegenüber. Nicht alles ist sinnvoll. Ärztliche Aufgabe ist es, den Patienten wertneutral und uneigennützig bei der Abwägung des Für und Wider zu unterstützen. (S. 35-38)

Montgomery: Zu Problemen des Krankenhauses


Der Präsident der Bundesärztekammer hat anlässlich der Eröffnung des 117. Deutschen Ärztetages in seiner Präsidentenrede auch aktuelle Themen des Krankenhauses angesprochen, z.B. die Reform des DRG-Systems, die Verpflichtung zur Einholung einer Zweitmeinung bei elektiven Eingriffen sowie die Befugnisse des MDK zu unangemeldeten Kontrollen in den Krankenhäusern. (S. 39-40)

Zum Fachgebiet des Gutachters


Die Frage nach einem Behandlungsfehler ist stets von einem Gutachter zu bewerten, der dem Fachgebiet des behandelnden Arztes angehört. (S. 40)

Mediation in Arzthaftungsfällen


Der Vorwurf eines Behandlungsfehlers verletzt den Arzt meist zutiefst. Es kann zu einer antikommunikativen Polarisierung zwischen den Beteiligten kommen. Hier soll ein Mediationsverfahren zu einer außergerichtlichen Konfliktlösung und einer nachhaltigen inneren Befriedigung von Patient und Arzt führen. Der Verfasser stellt das Verfahren und seine Vorteile dar. (S. 41-43)

Was tun, wenn einem Chefarzt gekündigt wird?

Die Zahl der Kündigungen von Chefärzten hat zugenommen. Trotz der mit einer Kündigung verbundenen Dramatik muss besonnen reagiert werden. Das Kündigungsschutzgesetz gilt auch für den Chefarzt. Beispiele zeigen, dass die Kündigungsschutzklage eines Chefarztes erfolgreich sein kann. (S. 44-46)

Zielvereinbarung mit finanziellem Anreiz für Chefarzt: was nun?


Zielvereinbarungen, die auf finanzielle Anreize bei ärztlichen Leistungen abstellen, sollen ausgeschlossen sein. Das Krankenhaus muss im Qualitätsbericht über Existenz und Inhalt von Zielvereinbarungen berichten, andernfalls wird ein Budgetabschlag verhängt. (S. 47-48)

Veröffentlichung des Namens eines vom Berufsgericht Verurteilten


Die Veröffentlichung einer berufsgerichtlichen Verurteilung unter Nennung des Arztnamens kann durch das berechtigte Interesse der Allgemeinheit an einer Information gerechtfertigt sein. In einer Anmerkung werden die Bundesländer mit entsprechenden Gesetzesregelungen genannt. (S. 49-50)

Beschäftigungsanspruch trotz Nachtdienstuntauglichkeit


Bei der Nachtdienstuntauglichkeit handelt es sich um eine Behinderung i.S.v. § 106 Satz 3 GewO. Der Arbeitnehmer ist nicht arbeitsunfähig, sondern nur eingeschränkt leistungsunfähig. Dies ist bei der Dienstplangestaltung zu berücksichtigen. (S. 50-51)

Aufklärung bei nicht vorhersehbaren Folgen einer Behandlung


Bei einem besonders schweren Risiko für die Lebensführung kann die Aufklärung auch dann von Bedeutung sein, wenn sich das Risiko sehr selten verwirklicht. Dies gilt nicht für außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Folgen des Eingriffs, die weder für die Therapieentscheidung noch für die Selbstbestimmung des Patienten von Bedeutung sind. (S. 52)

Indiz für den Inhalt des Aufklärungsgesprächs


Das unterzeichnete Einwilligungsformular ist ein Indiz für den Inhalt des Aufklärungsgesprächs. Ist ein Beweis für ein gewissenhaftes Aufklärungsgespräch erbracht, sollte dem Arzt im Zweifel geglaubt werden, dass die Aufklärung auch im Einzelfall in der gebotenen Weise geschehen ist. (S. 53-54)

Probleme der Krankenhaus-Haftpflichtversicherung

Progredient steigende Kosten der Großschäden, hohe Versicherungsbeiträge und die durch die Spätschadenthematik bedingte Unsicherheit ökonomischer Entwicklungen belasten die Krankenhaus-Haftpflichtversicherung. (S. 54-55)

Abgrenzung Rufbereitschaft - Bereitschaftsdienst


Bei einer zeitlichen Vorgabe von 15 bis 20 Minuten zwischen Anruf und Arbeitsaufnahme liegt ein Bereitschaftsdienst und keine Rufbereitschaft vor, da dem Arbeitnehmer die Möglichkeit genommen wird, seine an sich arbeitsfreie Zeit frei zu gestalten. (S. 56-57)

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