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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

Juli/August 2013  Nr. 4/13

 T H E M E N Ü B E R S I C H T :

Gastkommentar: Dr. Markus Horneber
Vorsitzender des Vorstands Agaplesion gAG, Frankfurt

Einer starken Arbeitgebermarke kommt bei der Gewinnung von Fachkräften eine wichtige Bedeutung zu. Sie signalisiert, wofür das Krankenhaus als Arbeitgeber steht und was es einzigartig macht. Sie bietet Bewerbern Orientierung und die Sicherheit, den Arbeitgeber zu finden, der zum jeweils individuellen Profil und zur Lebenseinstellung passt. (S. 65-66)

Kommunikation Chefärzte – Klinikleitung ist verbesserungsbedürftig


Eine von Frau Professor Dr. Tonus, Hamburg, durchgeführte Studie gelangt zu dem ernüchternden Ergebnis, dass nur 23 Prozent aller befragten Chefärzte zur Vorbereitung eines Gesprächs mit der Geschäftsführung eine Einladung mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf, allen Tagesordnungspunkten und vollständigen Anhängen erhalten. Ein Drittel der Ärzte beklagt Wertschätzungsdefizite und Dominanz- und Sachkonflikte. (S. 67-69)

Krankenhausrelevante Änderungen in der 17. Legislaturperiode

Die zurückliegende Legislaturperiode begann für die Krankenhäuser mit Zuwachsbegrenzungen. Während und zum Ende der Legislatur wurden finanzielle Verbesserungen wie z. B. höhere Preiszuwächse durch die Einführung des (anteiligen) Orientierungswertes, die anteilige Tarifrefinanzierung für die Jahre 2012 und 2013 sowie ein Versorgungszuschlag für 2013 und 2014 beschlossen. (S. 70-73)

Notwendiger Umfang einer ärztlichen Dokumentation


Die Dokumentation muss die behandlungsrelevanten medizinischen Fakten beinhalten, um eine Nachbehandlung zu ermöglichen. Sie dient nicht dazu, lückenlos sämtliche Details ärztlichen Handelns festzuhalten oder die Grundlage für einen Haftpflichtprozess zu schaffen. (S. 74-75)

Kündigung wegen beleidigendem Eintrag auf Facebook


Die Bezeichnung des Arbeitgebers auf einer Facebook-Seite als „Menschenschinder“ und „Ausbeuter“ und die Bezeichnung der zu verrichtenden Tätigkeit als „dämliche Scheiße“ stellen massiv ehrverletzende Äußerungen dar, die eine Kündigung rechtfertigen können. (S. 75-76)

Die Pflicht des Chefarztes zur persönlichen Leistungserbringung


Inwieweit ein Chefarzt im ambulanten und stationären Bereich verpflichtet ist, die Behandlung des Patienten persönlich oder gar höchstpersönlich durchzuführen, inwieweit er einzelne Leistungen auf Mitarbeiter delegieren kann oder berechtigt ist, einen Vertreter mit der Behandlung des Patienten zu beauftragen, ist nach wie vor umstritten, da es nur wenig höchstrichterliche Rechtsprechung gibt. (S. 77-79)

Cave: Neuer Job – neuer Befreiungsauftrag

Ein neuer Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht zugunsten einer Mitgliedschaft in der Ärzteversorgung ist neuerdings bei jedem beruflichen Wechsel erforderlich. (S. 80-81)

Unentgeltliches Arzt-Seminar durch Arzneimittelhersteller zulässig

Ein Arzneimittelhersteller handelt nicht wettbewerbswidrig, wenn er Ärzten die unentgeltliche Teilnahme an Seminaren zur GOÄ und zum EBM ermöglicht. Auch die Berufsordnung wird nicht verletzt. (S. 82-83)

Arbeitszeitbetrug rechtfertigt außerordentliche Kündigung


Der vorsätzliche Verstoß gegen die Verpflichtung, die Arbeitszeit korrekt zu dokumentieren, ist an sich geeignet, einen wichtigen Grund zur fristlosen Kündigung darzustellen. (S. 84-85)

Keine Ermächtigung zur vertragsärztlichen Versorgung bei Minijob

Voraussetzung für eine Ermächtigung gem. § 116 SGB V ist die hauptberufliche Behandlung stationärer Patienten zur Erfüllung des Versorgungsauftrags des Krankenhauses. Eine gelegentliche Konsiliartätigkeit bei stationären Patienten reicht nicht aus. (S. 85-86)

Strafbare Nennung einer Abtreibungsklinik im Ausland


Nennt ein Arzt seiner Patientin eine Abtreibungsklinik im Ausland, kann eine strafbare Beihilfe zur Abtreibung vorliegen. (S. 87)

Montgomery: Verfehlungen in der Transplantationsmedizin


Der Präsident der Bundesärztekammer nimmt in seiner Rede zur Eröffnung des 116. Deutschen Ärztetags in Hannover u. a. kritisch zu den Verfehlungen in der Transplantationsmedizin Stellung. (S. 88)

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