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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

September/Oktober 2014 Nr. 5/14

 T H E M E N Ü B E R S I C H T :
 
Gastkommentar: Prof. Dr. Johanna Wanka
Bundesministerin für Bildung und Forschung

 

Eine der größten Stärken Deutschlands im internationalen Vergleich ist die Exzellenz des Wissenschafts- und Forschungsstandorts. Die Bundesregierung bündelt in der Hightech-Strategie alle zentralen Handlungsfelder zur Förderung von Forschung und Innovation, setzt Prioritäten in ausgewählten Innovationsfeldern und verfolgt neue Ansätze in der Querschnittsförderung. Einen zentralen Rang nimmt hierbei die patientennahe Forschung ein, da Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsforschung wesentliche Innovationstreiber sind. Der Beitrag stellt die neue Hightech-Strategie vom 3.9.2014 dar.(S. 76-78)

Braucht eine moderne Zentrale Notaufnahme einen Chefarzt?

 
Um den zunehmend komplexeren Aufgaben gerecht zu werden, müssen Notaufnahmen heute als eigenständige chefarztgeführte Abteilung mit eigenem Ärzte- und Pflegeteam agieren. Die Struktur einer modernen ZNA und die Aufgaben des Chefarztes werden dargestellt. (S. 79-81)

Erfahrungen mit Vor-/Kurzgutachten in Arzthaftungsfällen

 
Droht ein Arzthaftungsfall oder ein Strafverfahren kann ein Vor-/Kurzgutachten eine Orientierungshilfe zur frühen Einschätzung der möglichen Konsequenzen sein. Es ermöglicht eine Reflexion des Geschehens und eine eigene Entscheidung über das weitere Vorgehen. Der Beitrag stellt die Vorteile solcher Gutachten sowohl für den betroffenen Arzt als auch für den Anspruchsteller dar. (S.82-84)

Ein Honorararzt kann keine wahlärztlichen Leistungen abrechnen

 
§ 17 Absatz 3 KHEntgG schließt eine Liquidation durch den Honorararzt aus, da er kein angestellter oder beamteter Arzt des Krankenhauses mit Liquidationsrecht ist und auch nicht in die sog. Wahlarztkette einbezogen ist. (S. 85-86)

Kein islamisches Kopftuch im konfessionellen Krankenhaus

 
Das Tragen eines Kopftuchs während der Arbeitszeit als Kundgabe einer Religionszugehörigkeit kann einer Krankenhausschwester in einem konfessionellen Krankenhaus untersagt werden.. (S. 86)

Zulassung von Pathologen, Laborärzten etc. als Vertragsärzte

 
Ein Chefarzt für das Fachgebiet Pathologie kann neben seiner Vollzeittätigkeit im Krankenhaus mit einem hälftigen Versorgungsauftrag zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen werden. Das Urteil kann für alle nicht patientenorientierten Fachgebiete Anwendung finden. (S. 87-88)

BGH-Urteil zur passiven Sterbehilfe: Näheres unter www.ra-baur.de

Fristlose Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs ist zulässig

 
Der vorsätzliche Verstoß gegen die Verpflichtung, die abgeleistete, vom Arbeitgber nur schwer zu kontrollierende Arbeitszeit korrekt zu dokumentieren, ist an sich geeignet, einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung darzustellen. (S. 88-89)

Kündigung wegen häufiger Kurzerkrankung?

 
Häufige Kurzerkrankungen können ein Kündigungsgrund sein. Eine außerordentliche Kündigung kommt nur in eng begrenzten Fällen in Betracht. Eine außerordentliche Kündigung scheidet aus, wenn der Arbeitnehmer noch fast zwei Drittel seiner Jahresarbeitszeit arbeitsfähig ist. (S. 90-91)

Auskunftsansprüche bei Bewertung von Ärzten im Internet

 
Dem in einer Internetseite in seinem Persönlichkeitsrecht verletzten Betroffenen kann ein Unterlassungsanspruch gegen den Diensteanbieter zustehen. Er hat jedch keinen Anspruch auf Mitteilung der personenbezogenen Daten ohne Einwilligung des Nutzers. (S. 92)

Anspruch des Arztes auf Löschung von Daten aus Bewertungsportal

 
Das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen über ärztliche Leistungen ist vor dem Hintergrund der freien Arztwahl vorrangig gegenüber dem Recht des Arztes auf informationelle Selbstbestimmung. Dagegen kann er die Löschung unwahrer Tatsachenbehauptungen und beleidigender oder sonst unzulässiger Bewertungen verlangen. (S. 93)

Aufklärung über alternative Behandlungsmöglichkeiten
 

Der Patient muss über alternative Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt werden, wenn für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie mehrere gleichwertige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die jeweils mit unterschiedlichen Belastungen, Risiken und Erfolgschancen verbunden sind. (S. 94)

Personalgespräch: Arbeitnehmer kann Vertrauensperson hinzuziehen

 
Der Arbeitnehmer kann als Beistand eine Person seines Vertrauens zum Personalgespräch mitbringen, wenn die Gefahr besteht, dass Dinge zur Sprache kommen, mit denen der Arbeitnehmer erstmals konfrontiert und deshalb überrascht wird. (S. 95)

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