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chefarzt aktuell

Informationsdienst für leitende Krankenhausärzte


 

November/Dezember 2014 Nr. 6/14

 T H E M E N Ü B E R S I C H T :
 
Gastkommentar: Univ.-Prof. Dr. G. Neubauer
Direktor IfG Institut für Gesundheitsökonomik

 

Eine gravierende Schwäche des derzeitigen Fallpauschalensystems ist der stetige Rationalisierungsdruck, der bei sinkender Verweildauer die persönliche Behandlungsqualität der Patienten gefährdet. Die Ärzteschaft ist aufgerufen, Verbesserungsvorschläge in die aktuelle Reformdiskussion einzubringen. Der Beitrag gibt entsprechende Anregungen. (S. 96-98)

Leitlinien, Richtlinien, Empfehlungen

 
Die Bedeutung von Leitlinien, Richtlinien und Empfehlungen im Verhältnis zum ärztlichen Standard sowie die Voraussetzungen für ein Abweichen von ihnen werden dargestellt. (S. 99-100)

BGH zur passiven Sterbehilfe

 
Der Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen bedarf dann nicht der betreuungsgerichtlichen Genehmigung, wenn entweder eine bindende Patientenverfügung vorliegt oder aber wenn zwischen dem Betreuer und dem behandelnden Arzt Einvernehmen darüber besteht, dass der Widerruf der Einwilligung in die ärztliche Behandlung dem festgestellten Willen des Betroffenen entspricht. (S. 101-102)

§ 115 SGB V: Abrechnung präoperativer Nebenleistungen zulässig?

 
Krankenhäuser dürfen bei ambulanten Operationen und stationsersetzenden Eingriffen nur solche Leistungen abrechnen, die niedergelassene Fachärzte der entsprechenden Fachrichtung abrechnen können, z. B. nur fachgebietsbezogene Laborleistungen. (S. 102-103)

Aufklärung durch Medizinstudenten im Praktischen Jahr

 
Die Aufklärung des Patienten kann einem Studenten im Praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem Ausbildungsstand entspricht und unter der Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Die Anwesenheit eines Arztes ist nicht unbedingt erforderlich. (Das Urteil ist lesenswert!) (S. 104-105)

Dürfen Ärzte und Krankenhäuser kostenlose Leistungen anbieten?

 
Die Ärztliche Berufsordnung und das Heilmittelgesetz lassen kostenlose Serviceleistungen durch Ärzte und Krankenhäuser nur in Ausnahmefällen zu. Im sensiblen Bereich des Gesundheitswesens sollen Patienten nicht unsachlich beeinflusst werden. (S. 106-108)

OLG: Finanzhilfen für kommunale Krankenhäuser zulässig.

Näheres unter www.ra-baur.de

Zulässige Rufbereitschaft trotz telefonischer Konsultation

 
Die Anordnung von Rufbereitschaft ist nicht deshalb unzulässig, weil während der Rufbereitschaft regelmäßige telefonische Konsultationen stattfinden. Diese sind keine Arbeit im Sinne des Tarifvertrags. (S. 109)

Haftung des Krankenhauses für externen Konsiliararzt

 
Ein Krankenhaus haftet für Fehler eines Konsiliararztes, wenn dieser hinzugezogen wird, weil es dem Krankenhaus an eigenem fachkundigen ärztlichen Personal mangelt und das Krankenhaus mit Hilfe des Konsiliararztes seine vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Patienten erfüllt. (S. 110)

Pflicht zur wirtschaftlichen Aufklärung

 
Der Arzt muss den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten informieren, wenn er weiß, dass die vollständige Übernahme der Behandlungskosen nicht gesichert ist. (S. 111)

Aufklärung ohne medizinische Fachausdrücke

 
Das Aufklärungsgespräch ist nach Möglichkeit von medizinischen Fachausdrücken frei zu halten und in für medizinische Laien verständlicher Sprache zu führen. (S. 112)

Beschäftigungsanspruch trotz Nachtdienstuntauglichkeit
 

Kann aus gesundheitlichen Gründen eine Nachtschicht im Krankenhaus nicht mehr geleistet werden, ist der Arbeitnehmer nicht arbeitsunfähig. Er hat einen Anspruch auf Beschäftigung ohne Einteilung zu den Nachtschichten (so das BAG). (S. 113)

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